LikuteiTorah.comDie chassidische Parsha

Torah Ohr · Parshas Bereishis · Maamar 1

השמים כסאי והארץ הדום רגלי אי זה בית וגו׳

„Die Himmel sind mein Thron und die Erde mein Fußschemel“

  • 14 Absätze · 64 Abschnitte
  • etwa 35 Min. Lernzeit
  • 106 Quellen

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Kerngedanke

G‑tt, der keinen Körper und keinen Ort hat, „sitzt“ auf der Torah, lässt Seinen „Fuß“, das jüdische Volk, auf dem „Fußschemel“ der praktischen mitzvos erhöht sein und ist im Gebet „beherbergt“; all dies wird durch den eigenen G‑ttesdienst eines Menschen herabgezogen – von Betrachtung und Liebe bis hin zu Taten und Selbstaufhebung.

Der Maamar in Kürze

Der Maamar fragt, wie G‑tt, der keinen Körper hat und sich nicht im Raum befindet, einen Thron und einen Fußschemel haben kann. Die „Himmel“, Feuer und Wasser, sind die Torah. Ein Mensch „macht“ die Torah: Die Betrachtung des Shema (shem ayin) zeigt, dass alles in den Welten nur ein „Name“, ein Schimmer, ist, sodass sich die Seele nach G‑tt selbst sehnt; diese Liebe, eine Erweckung von unten (Isarusa Dilesata), zieht das unendliche Licht (Or Ein Sof) in die Torah herab und bringt die Torah von ihrer vorweltlichen Ebene zu den 613 mitzvos herab. Die Torah ist somit ein „Thron“, auf dem sich G‑ttes Wille und Weisheit in die physischen mitzvos herabsenken. Die „Erde“ sind die praktischen mitzvos, vor allem die Wohltätigkeit, die den „Fuß“, das jüdische Volk, erhöhen; da „ihr Ende in ihren Anfang eingekeilt ist“, wird das Niedrigste zum Kopf, und die Taten eines Menschen heben seine Gefühle in seinen Verstand. Himmel und Erde sind auch die Schriftliche und die Mündliche Torah. Das „Haus“ ist das Gebet: Durch Verneigung und Selbstaufhebung zieht es das umfassende Licht herab, das Herz und Verstand nicht fassen können und das nicht auf die Fehler eines Menschen blickt.

Gliederung

  1. Die Frage und die Torah als „Himmel“Wie kann der körperlose G‑tt einen Thron haben? Die Torah kommt vom Himmel, und wie shamayim besteht sie aus Feuer und Wasser.¶1
  2. Ein Mensch macht die Torah durch Betrachtung und LiebeBarmherzigkeit gewährt Verständnis; das Shema lehrt, dass die Welten nur einen „Namen“ G‑ttes enthalten; dadurch erwacht die Liebe zu G‑tt selbst, die das unendliche Licht in die Torah und hinab in die mitzvos zieht.¶2–4
  3. Die Torah als G‑ttes ThronDurch Moshe kommt die Torah herab; wie beim Sitzen senkt sie G‑ttes „Kopf“, Seinen Willen und Seine Weisheit, in die physischen mitzvos herab.¶5
  4. Der Fußschemel: den Fuß erhebenIsrael ist G‑ttes „Fuß“, der im zurückkehrenden Licht zum Kopf wird; die praktischen mitzvos, besonders die Wohltätigkeit, heben die Gefühle auf den höheren Ebenen und in der menschlichen Seele in die Weisheit hinauf, sodass die Liebe beständig wird.¶6–10
  5. Himmel und Erde innerhalb der TorahDie Schriftliche Torah ist der Himmel, von oben her; die Mündliche Torah ist die Erde, die den Willen G‑ttes von unten her erfasst; drei Dinge werden „Erde“ genannt.¶11
  6. Das Haus: das GebetGebet mit Verneigung und Selbstaufhebung zieht das umfassende Licht jenseits der Welten herab, das weder Herz noch Verstand fassen können und das unabhängig von den Fehlern eines Menschen gegenwärtig ist.¶12–14

Schlüsselbegriffe

Memalei Kol Almin und Sovev Kol Alminממלא כל עלמין וסובב כל עלמין
Das Licht, das alle Welten erfüllt (Memalei Kol Almin) und das Licht, das alle Welten umfasst (Sovev Kol Almin), wobei es jede entsprechend ihrem Maß belebt, ist nur ein „Name“, ein Schimmer; das Licht, das sie umfasst, liegt jenseits aller Erfassung und kann einen Menschen nur umgeben.
Erweckung von untenאתערותא דלתתא
Menschliche Liebe und G‑ttesdienst, die eine g‑ttliche Antwort herabziehen: „Ein Geist bringt einen Geist hervor.“
Ihr Ende ist in ihren Anfang eingekeiltנעוץ סופן בתחלתן
Im Licht, das nach oben zurückkehrt, ist die niedrigste Stufe die höchste, sodass der „Fuß“, das jüdische Volk und seine physischen Taten, zum „Kopf“ wird.
Die Gefühle in den Verstand integrierenהתכללות המדות בשכל
Gefühle, die vom Verständnis getrennt sind, vergehen schnell; in den Verstand gehoben, werden sie beständig und erhaben.
Selbstaufhebung im Gebetביטול
Sich vor G‑tt verneigen wie vor einem König, dem man sich wegen seiner überragenden Erhabenheit nicht nähern kann; dadurch wird das umfassende Licht herabgezogen, das durch Torah und mitzvos nicht erreicht werden kann.

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Die Frage und die Torah als „Himmel“ ¶1

1השמים כסאי והארץ הדום רגלי אי זה בית וגו׳. להבין איך שייך עליו ית׳ לומר כסאי והדום רגלי.

„Die Himmel sind Mein Thron und die Erde der Schemel Meiner Füße; welches Haus …“ usw. [Wir müssen] verstehen, wie es sich fügt, von Ihm, gelobt sei Er, „Mein Thron“ und „Mein Fußschemel“ zu sagen.

Erklärung

Der Maamar beginnt mit dem Vers aus Jesaja und stellt die Frage, die sich daraus ergibt: Ein Thron und ein Fußschemel gehören jemandem, der einen Körper hat und an einem Ort sitzt. Wie kann man solche Worte von G‑tt sagen?

שהרי אין לו דמות הגוף ואינו בגדר מקום וכמ״ש הנה מקום אתי שהוא מקומו של עולם ואין העולם מקומו.

Denn Er hat keine körperliche Gestalt und fällt nicht unter die Begrenzungen des Raumes, wie geschrieben steht: „Siehe, ein Ort ist bei Mir“ – denn Er ist der Ort der Welt, und die Welt ist nicht Sein Ort.

Erklärung

G‑tt hat keine körperliche Gestalt (wie es der auf Maimonides beruhende Hymnus Yigdal ausdrückt) und befindet sich nicht im Raum. Der Midrasch versteht „Siehe, ein Ort ist bei Mir“ so, dass G‑tt die Welt umfasst und nicht die Welt Ihn; daher kann „Thron“ nicht wörtlich gemeint sein.

אך להבין הענין כי הנה התורה היא מן השמי׳ כמ״ש כי מן השמים דברתי וגו׳

Doch um die Sache zu verstehen: Die Torah ist vom Himmel, wie geschrieben steht: „Denn vom Himmel habe Ich gesprochen“ usw.;

Erklärung

Die Antwort setzt bei der Torah an, die G‑tt „vom Himmel“ gegeben hat. Der Alter Rebbe wird zeigen, dass die „Himmel“, die G‑ttes Thron sind, die Torah darstellen.

דהיינו שהיא בחי׳ שמים כי שמים אש ומים. וכך גבי התורה כתיב מימינו אש דת למו.

das heißt, sie ist von der Ebene des „Himmels“, denn shamayim (Himmel) ist Feuer und Wasser. Und so steht über die Torah geschrieben: „Aus Seiner Rechten kam für sie ein Gesetz aus Feuer.“

Erklärung

Die Weisen lesen shamayim (Himmel) als Verbindung von esh (Feuer) und mayim (Wasser). Ebenso vereint die Torah beides: Sie kam „aus Seiner Rechten“ (die Rechte steht für Güte, wie Wasser) als „ein Gesetz aus Feuer“ (Feuer steht für Strenge).

Absatz 1 in Kürze

Der Absatz stellt die Frage des Maamars – wie der grenzenlose G‑tt einen „Thron“ und einen „Fußschemel“ haben kann – und beginnt die Antwort damit, „Himmel“ mit der Torah gleichzusetzen, die wie die Himmel aus Feuer und Wasser besteht.

Vertiefung

Or HaTorah merkt (wie die Kehot-Anmerkung berichtet) an, dass „Feuer und Wasser“ hier als die Selbstbegrenzung (Gevurah) und die Güte (Chesed) gelesen werden, während andernorts in Torah Ohr (Miketz, „Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens“) und später in diesem Maamar („shamayim ist sham mayim …, die Torah stammt aus der Weisheit (Chochmah)“) das „Wasser“ der Torah mit Chochmah identifiziert wird. Mehrere Handschriften fügen hinzu: Die Rechte ist die Ebene des Wassers, und aus der Ebene des Feuers stammt „ein Gesetz für sie“.

Marei Mekomos

  1. 1
    השמים כסאי · הנחת כ״ק אדמו״ר האמצעי בסה״מ תקס״ה ח״ב ע׳ תשה. וביאור בע׳ תשטו. ראה לעיל ציונים והערות לכ״ק אדמו״ר זי״ע. הגהות באוה״ת בראשית כרך ג תע, א. ובכרך ו תתרכג, ב (מלקו״ת לג׳ פרשיות). תתרל, ב. ובמקבילו ד״ה ואשא אתכם תרל״ח ע׳ ריז (בספר התולדות לכ״ק אדמו״ר מהר״ש, מציין כ״ק אדמו״ר זי״ע ”נתבארו הענינים דד״ה השמים כסאי וביאוריו (שבתו״א ולקו״ת לג״פ) בהרחב הביאור”. וכן נזכר בד״ה ויהיו חיי שרה תרמ״ג ע׳ כב ”שהוא השמים כסאי שבתו״א”). המאמר נאמר בשבת פ׳ מסעי ר״ח אב תקס״ה. ראה גם סה״מ תרס״ו ע׳ תקיט. ד״ה השמים כסאי תשל״ו (סה״מ מלוקט ח״ג ע׳ קלג). ד״ה השמים כסאי תשל״א. לכללות מאמר זה ראה ד״ה זה תשמ״א־ ש״פ תרומה תשד״מ־ ש״פ נח תשמ״ה. ד״ה כי כאשר השמים פ׳ ראה תשמ״ה. ד״ה בראשית ברא תשמ״ו וד״ה השמים כסאי תשמ״ו. ד״ה השמים כסאי ש״פ קרח תשמ״ז ושם ביאר שכאן בתו״א מבואר בארוכה דשמים וארץ כולל כל סדר ההשתלשלות דבשמים יש ג׳ דרגות וגם בארץ יש ג׳ דרגות, ומבואר ג׳ דרגות אלו כאן ובדרושים שלאח״ז כפי שהוא בעולמות ובישראל.
  2. 2
    השמים כסאי · Isaiah 66:1
  3. 3
    איך שייך עליו ית׳ לומר כסאי · ראה ד״ה השמים כסאי תשל״א.
  4. 4
    שהרי אין לו דמות הגוף · Tanya, Sha’ar HaYichud 2:6
  5. 5
  6. 6
    הנה מקום אתי · Exodus 33:21
  7. 7
    הנה מקום אתי · Shemot Rabbah 45:6
  8. 8
    שהוא . . ואין העולם מקומו · ”כמארז״ל במד״ר ר״פ ויצא תוך פס״ח ע״פ ויפגע במקום, וכ״ה בפ׳ תשא פמ״ה קרוב לס״פ ע״פ הנה מקום אתי” — אוה״ת בראשית כרך ו תתרכג, ב (מלקו״ת לג״פ). בסה״מ תרל״ח בד״ה ואשא אתכם ע׳ ריז. ראה בלקו״ת ויקרא נא, סע״ב.
  9. 9
    שהוא מקומו של עולם ואין העולם מקומו · Bereshit Rabbah 68:9
  10. 10
    כי מן השמים דברתי · Exodus 20:19
  11. 11
    התורה היא מן השמים . . שמים אש ומים · ראה אוה״ת כרך ו תתרכג, ב (מלקו״ת לג׳ פרשיות א, א) שצ״ע שלקמן פ׳ מקץ בד״ה כי עמך מקו״ח (לד, ד) מפרש שהכוונה על חכמה, וכן לקמן במאמר זה מפרש כן, וכאן מפרש על חו״ג ע״ש.
  12. 12
    שמים אש ומים · Chagigah 12a:19–20
  13. 13
    מימינו אש דת למו · Deuteronomy 33:2

Ein Mensch macht die Torah durch Betrachtung und Liebe ¶2–4

2והנה כתיב ושמרתם את חוקתי ועשיתם אתם אתם כתיב שהאדם הוא העושה את התורה. וכך אנו מבקשים בברכת אהבת עולם אהבתנו כו׳ לשמור ולעשות ולקיים

Nun steht geschrieben: „Und ihr sollt Meine Satzungen halten und sie tun (osam)“; geschrieben steht atem („ihr“): Der Mensch ist es, der die Torah macht (ha’oseh). Und so bitten wir im Segen „Mit ewiger Liebe hast Du uns geliebt“ usw.: „zu halten, zu tun (la’asos) und zu erfüllen (lekayem)“.

Erklärung

Im Vers steht „sie tun“ (osam) ohne Waw, sodass es auch atem, „ihr“, gelesen werden kann. Der Midrasch (Vayikra Rabbah 35:7, zu denselben Worten in Levitikus 26:3) versteht dies als: „Ich rechne es euch an, als hättet ihr sie gemacht“, und sogar: „als hättet ihr euch selbst gemacht“. Daraus leitet der Alter Rebbe ab, dass der Mensch die Torah „macht“ (oseh), indem er sie ins Dasein bringt. Im Morgensegen vor dem Schma bitten wir darum, „halten, tun und erfüllen“ zu können.

תחלה לעשותה ואח״כ לקיימה והיינו ע״י אב הרחמן רחם עלינו ותן בלבנו בינה שמבחינת רחמים עליונים נמשך בינה והתבוננות בלב להיות בה ועל ידה עשיית והתהוות התורה.

Zuerst sie zu tun und danach sie zu erfüllen. Und dies geschieht durch „Barmherziger Vater, erbarme Dich unser und gib Verständnis (Binah) in unsere Herzen“: Denn aus der Ebene der überirdischen Barmherzigkeit werden Binah und Betrachtung ins Herz herabgezogen, damit in ihr und durch sie die Torah gemacht wird und ins Dasein tritt.

Erklärung

Die Reihenfolge ist bedeutsam: la’asos, „tun“, bedeutet auch „machen“. Daher wird die Torah zuerst „gemacht“, ins Dasein gebracht, und erst danach in der Praxis „erfüllt“ (lekayem, wörtlich „festigen“). Im selben Segen bitten wir den „barmherzigen Vater“, „Verständnis in unsere Herzen zu geben“: Aus der überirdischen Barmherzigkeit G‑ttes kommen Binah, das Verständnis und die Betrachtung des Herzens; durch sie wird die Torah „gemacht“.

Absatz 2 in Kürze

Der Absatz fügt einen zweiten Gedanken hinzu: Der Mensch „macht“ die Torah, indem er sie ins Dasein bringt. Dies geschieht durch die Betrachtung im Herzen, die selbst ein Geschenk der Barmherzigkeit G‑ttes ist.

Vertiefung

Der Tzemach Tzedek (Or HaTorah, Shelach) erklärt „zuerst sie zu tun und danach sie zu erfüllen“ so: Zuerst wird die Torah aus ihrer Quelle, der Ebene der „zweitausend Jahre“, die der Welt vorausgingen, in die Ebene der „Welt“ herabgezogen. Der Zusammenhang zwischen Barmherzigkeit und Binah wird auch in Tanya Kap. 45 behandelt.

Marei Mekomos

  1. 1
    ושמרתם את חוקותי · Leviticus 18:5
  2. 2
  3. 3
    וכך אנו מבקשים · ”ע׳ אמרי בינה פתח השער ט, ב סי׳ ט״ו” — הג״ה בכת״י על תו״א דפוס ראשון.
  4. 4
    תחלה לעשותה ואח״כ לקיימה · ”דהיינו תחלה להמשיכה ממקורה מבחי׳ אלפים שנה שקדמה לעולם להמשיכה בבחי׳ עולם” — אוה״ת שלח ע׳ תקפא.
  5. 5
    ע״י אב הרחמן · ראה לקו״ת ראה כה, ב.
  6. 6
    ותן בלבינו בינה · ראה ד״ה כל הנקרא בשמי תרצ״ו ע׳ 107.
  7. 7
    אב הרחמן רחם עלינו ותן בלבנו בינה · Siddur Ashkenaz, Weekday, Shacharit, Blessings of the Shema, Second Blessing before Shema

3וכיצד תהי׳ [תהיה] התבוננות זו מבואר בק״ש [בקריאת שמע] שמע לשון הבנה והבנה זו היא בתיבת שמע עצמה

Und wie diese Betrachtung beschaffen sein soll, wird im Lesen des Shema erklärt: Shema bedeutet verstehen, und dieses Verständnis liegt im Wort Shema selbst;

Erklärung

Die Betrachtung, die die Tora „hervorbringt“, wird im Shema dargelegt. Shema bedeutet nicht nur „hören“, sondern auch „verstehen“ (der Kehot-Hinweis führt das Wort des jungen Shmuel an: „Sprich, denn dein Diener hört“, I Samuel 3:10), und das Wort selbst enthält, was verstanden werden soll.

כי שמע שם ע׳ פי׳ כי עי״ן רבתי היא בחינת לך ה׳ הגדולה והגבורה וכו׳

denn Shema ist shem ayin („Name des Ayin“). Das heißt: Das vergrößerte Ayin ist die Ebene (Bechinah) des Verses „Dir, Havayah (der unaussprechliche g‑ttliche Name), gehören die Größe und die Macht“ usw.;

Erklärung

Shema zerfällt in shem (Name) und ayin, den Buchstaben, dessen Zahlenwert siebzig beträgt und der im Tora-Text des Shema vergrößert geschrieben wird. Das vergrößerte Ayin steht für „Dir, Havayah, gehören die Größe und die Macht …“: für G‑ttes sieben Gefühlsattribute, von denen jedes zehn umfasst, sodass sie siebzig ergeben.

ז׳ מדות עליונות שהם בחינת לך דהיינו שהם בטלים אליו ונכללים במקורן שעדיין אינן בבחינת המשכה והתפשטות למטה להיות עולים בשם גדולה וגבורה וכו׳ ואזי נקרא בשם ע׳ רבתי

die sieben oberen Attribute, die der Ebene „Dir“ entsprechen: Das heißt, sie sind Ihm gegenüber in völliger Selbstaufhebung und in ihrer Quelle eingeschlossen; sie befinden sich noch nicht in einem Zustand, in dem sie nach unten herabgeleitet werden und sich ausbreiten, sodass sie die Bezeichnungen Größe, Macht usw. tragen würden; dann wird es „das vergrößerte Ayin“ genannt.

Erklärung

„Dir“ bedeutet, dass diese Attribute in ihrer Quelle G‑tt gegenüber völlig in Selbstaufhebung stehen und noch nicht nach unten strömen, um zu unterscheidbaren Eigenschaften wie Größe und Macht zu werden, die auf die Welt einwirken. In diesem verborgenen Zustand werden sie als das „vergrößerte Ayin“ bezeichnet.

והמשכה שנמשך ומתפשט למטה הוא רק בחינת שם לבד שהוא הארה בעלמא

Und die Herableitung, die nach unten gezogen wird und sich dort ausbreitet, ist nur die Ebene eines „Namens“ allein, der lediglich ein Lichtschein ist,

Erklärung

Was sich nach unten in die Welt ausbreitet, ist nur ein „Name“: So wie ein Name nicht die Person selbst ist, sondern nur die Bezeichnung, mit der andere sie rufen, ist er lediglich ein Lichtschein der Quelle.

וכמאמר ברוך שם כבוד מלכותו לעולם ועד שאין זו אלא מבחינת שם ומדת מלכותו ית׳ כי מלכותך מלכות כל עולמים כתיב.

wie in dem Ausspruch: „Gesegnet sei der Name der Herrlichkeit Seiner Königsherrschaft für immer und ewig“: Dies stammt nur von der Ebene eines „Namens“ und Seiner Eigenschaft der Königsherrschaft (Malchus), gesegnet sei Er, denn es steht geschrieben: „Deine Königsherrschaft ist eine Königsherrschaft über alle Welten.“

Erklärung

Darum sagen wir: „Gesegnet sei der Name der Herrlichkeit Seiner Königsherrschaft“: Was die Welt erreicht, ist nur der „Name“, die Eigenschaft der Königsherrschaft (Malchus), wie der Vers sagt: „Deine Königsherrschaft ist eine Königsherrschaft über alle Welten.“

Absatz 3 in Kürze

Der Absatz legt den Inhalt der Betrachtung dar: Shema ist shem ayin – die siebzigfachen g‑ttlichen Attribute bleiben in ihrer Quelle verborgen, und was die Welt erreicht, ist nur ihr „Name“, ein Lichtschein durch Malchus.

Vertiefung

An anderer Stelle (Torah Ohr, Ergänzungen zu Vayechi) wird das vergrößerte Ayin mit den sieben unteren g‑ttlichen Attributen (Sefiros) von Imma in Verbindung gebracht, der Quelle der ursprünglichen „sieben Könige“ von Tohu. Likkutei Torah, Vaetchanan, wo dieser Abschnitt zitiert wird, fügt hinzu, dass Shema sowohl „verstehen“ als auch „versammeln“ bedeutet.

Marei Mekomos

  1. 1
    שמע לשון הבנה · I Samuel 3:10
  2. 2
    שמע שם ע׳ · ”ע׳ אמרי בינה שער הק״ש ענין שם ע׳ רבתי ומתפרש יפה פי׳ הפסוק לך ה׳ הגדולה בסי׳ ג ובסי׳ ו” — הג״ה בכת״י על תו״א הנ״ל. ראה לקמן קה, ג. לקו״ת ואתחנן יא, ב. ושם מציין לכאן.
  3. 3
  4. 4
    ש״ה רבתי — לבד · בבוך 1824: בלבד.
  5. 5
    מלכותך מלכות כל עולמים · Psalms 145:13

4וזהו ענין בינה להבין דבר מתוך דבר פי׳ תוך דבר נקרא בחינת ממלא כל עלמין שהיא בחינת שם דהיינו בחינת זיו והארה הנמשך תוך עלמין.

Und dies ist die Bedeutung von Binah (Verständnis): eine Sache aus einer anderen heraus zu verstehen. „Innerhalb“ einer Sache bezeichnet die Ebene des Lichts, das alle Welten erfüllt (Memalei Kol Almin); dies ist die Ebene eines „Namens“, nämlich eine Ausstrahlung und ein Lichtschein, die in die Welten hineingezogen werden.

Erklärung

Binah wird traditionell als „eine Sache aus einer anderen heraus verstehen“ definiert. „Innerhalb“ bezieht sich hier auf Memalei Kol Almin, das Licht, das in jede Welt eingeht und sie belebt – und das doch nur der „Name“, eine Ausstrahlung G‑ttes, ist.

וצריך להבין מזה שאינו אלא זיו כנ״ל שהוא ית׳ הוא הסובב כל עלמין ולית מחשבה כו׳ ולאו מכל מדות אלין כלל

Daraus muss man verstehen, dass es, wie oben erwähnt, nur eine Ausstrahlung ist; Er, gelobt sei Er, ist derjenige, der alle Welten umfasst (Sovev Kol Almin), und „kein Gedanke [kann Ihn erfassen]“ usw., und [Er ist] „überhaupt keinem dieser Attribute zugehörig“.

Erklärung

Aus jenem inneren Licht soll man erschließen, was jenseits davon liegt: Wenn all dies nur ein Lichtschein ist, dann umfasst G‑tt selbst alle Welten (Sovev Kol Almin) und ist jenseits jeder Erfassung – wie es in den Tikkunei Zohar heißt: „Kein Gedanke kann Dich überhaupt erfassen“, und Er ist „keinem dieser Attribute zugehörig“.

וע״י זה נמשך להיות ואהבת את הוי״ה אלהיך ממש לדבקה בו ית׳ בא״ס ב״ה ממש כמ״ש מי לי בשמים ועמך לא חפצתי וגו׳

Und dadurch kommt es zu: „Du sollst Havayah, deinen G‑tt, lieben“ – wahrhaftig: dich an Ihm, gelobt sei Er, festzuhalten, am Unendlichen (Ein Sof), gelobt sei Er, wahrhaftig, wie geschrieben steht: „Wen habe ich im Himmel? Und außer Dir begehre ich nichts“ usw.;

Erklärung

Diese Betrachtung führt zu „Du sollst Havayah, deinen G‑tt, lieben“ im vollsten Sinn: zu dem Verlangen, am Unendlichen selbst festzuhalten, nicht an einer Seiner Offenbarungen. Es ist der Ruf des Psalmisten: „Wen habe ich im Himmel? Außer Dir begehre ich nichts.“

שיהי׳ [שיהיה] רק חפצו ורצונו שהוי״ה אור א״ס ב״ה עצמו יהיה אלהיך שורה בקרבך דהיינו שיהא גילוי אור א״ס ב״ה עצמו על נפשו

so dass sein einziges Begehren und sein einziger Wille sei, dass Havayah selbst, das unendliche Licht (Or Ein Sof), gelobt sei Er, dein „G‑tt“ sei und in dir wohne; das heißt, dass sich das unendliche Licht, gelobt sei Er, selbst auf seiner Seele offenbare.

Erklärung

Der Liebende möchte, dass Havayah – das unendliche Licht selbst – zu „deinem G‑tt“, zu deinem Eigenen, wird, in dir wohnt und sich in deiner Seele offenbart.

והיינו ע״י בכל לבבך שהוא כמ״ש אם ישים אליו לבו רוחו ונשמתו אליו יאסף כי רוח אייתי רוח ואמשיך רוח שע״י רוח האדם העולה למעלה שישים אליו

Und dies geschieht durch „mit deinem ganzen Herzen“, wie geschrieben steht: „Wenn er sein Herz auf Ihn richtet, wird Er seinen Geist und seinen Atem zu ihm sammeln“; denn „ein Geist bringt einen Geist herbei und zieht einen Geist nach sich“: durch den Geist des Menschen, der nach oben steigt, wenn er „sein [Herz] auf Ihn richtet“,

Erklärung

Dies geschieht „mit deinem ganzen Herzen“. Der Alter Rebbe liest den Vers aus Ijov so: Wenn ein Mensch sein Herz auf G‑tt richtet, sammelt G‑tt Seinen Geist zu ihm. Nach dem Grundsatz des Zohar „bringt ein Geist einen Geist herbei“ zieht eine menschliche Erweckung von unten (Isarusa Dilesata) eine g‑ttliche Antwort herab.

דהיינו שלבבו יכסף לדבקה בו ית׳ ולהמשיך בחי׳ גילוי אלהותו ית׳ על נפשו ותוך נפשו.

das heißt, wenn sein Herz danach verlangt, an Ihm, gelobt sei Er, festzuhalten und eine Offenbarung Seiner G‑ttlichkeit, gelobt sei Er, auf seine Seele und in seine Seele hineinzuziehen,

Erklärung

„Sein Herz auf Ihn richten“ bedeutet, aus tiefstem Herzen danach zu verlangen, an G‑tt festzuhalten und Seine G‑ttlichkeit auf und in der eigenen Seele offenbart zu sehen.

אזי רוחו ונשמתו מבחינת סובב כל עלמין אליו יאסף להיות מתאסף השראתו אצלו בקרב איש ולב עמוק

dann werden „Sein Geist und Sein Atem“ von der Ebene des Lichts, das alle Welten umfasst, „zu ihm gesammelt“, so dass Seine Einwohnung bei ihm gesammelt wird, „im Innern eines Menschen und eines tiefen Herzens“.

Erklärung

Dann werden G‑ttes „Geist und Atem“ von der umfassenden Ebene, die jenseits der Welten liegt, zu dem Menschen gesammelt und wohnen bei ihm, „im Innern eines Menschen und eines tiefen Herzens“.

ומזה נמשך להיות והיו הדברים האלה אשר אנכי מי שאנכי מצוך כו׳ שע״י זה נמשך גילוי אלהותו והתהוות התורה בבחינת שמים אש ומים.

Und daraus kommt es zu: „Und diese Worte, die Ich (Anochi) – wer ich bin – dir gebiete“ usw.; denn dadurch wird eine Offenbarung Seiner G‑ttlichkeit herabgezogen und die Torah auf der Ebene von „Himmel“, Feuer und Wasser ins Sein gebracht.

Erklärung

Darauf folgt der nächste Vers des Schma: „Und diese Worte, die Ich (Anochi) dir gebiete“: Anochi bedeutet G‑ttes eigenes Selbst, „wer ich bin“. Durch die Liebe wird G‑ttlichkeit offenbart und die Torah kommt als „Himmel“, Feuer und Wasser ins Sein.

כי הנה התורה קדמה אלפים שנה לעולם פי׳ עולם נקרא בחינת אש ומים והתורה גבהה מעלתה מאד בבחינת אלפים שנה שהם למעלה מבחינת עולם וכדי שתמשך לבחינת עולם

Denn die Torah ging der Welt um zweitausend Jahre voraus. Das heißt: „Welt“ bezeichnet die Ebene von Feuer und Wasser, und die Torah steht auf einer überaus hohen Ebene, auf der Ebene der „zweitausend Jahre“, die über der Ebene der „Welt“ liegt; damit sie auf die Ebene der „Welt“ herabgezogen werde,

Erklärung

Der Midrasch sagt, dass die Torah zweitausend Jahre vor der Welt existierte. „Welt“ bezeichnet hier Feuer und Wasser, die Attribute (Güte und Selbstbegrenzung), aus denen die Welten aufgebaut werden, während die „zweitausend Jahre“ der Torah für eine Ebene stehen, die weit über der Welt liegt. Dennoch muss die Torah auf die Ebene der „Welt“ herabgezogen werden.

דהיינו להיות מימינו אש כו׳ שהוא רמ״ח מצות עשה שמימין ושס״ה מצות לא תעשה משמאל כו׳

nämlich: „Von Seiner Rechten her Feuer“ usw. – das sind die 248 positiven Gebote, die von der Rechten kommen, und die 365 Verbote, die von der Linken kommen usw. –

Erklärung

Diese Herabziehung ist „Von Seiner Rechten her Feuer“: Die 248 positiven Gebote der Torah entsprechen der rechten Seite (der Güte), und ihre 365 Verbote der linken Seite (der Selbstbegrenzung).

הנה המשכה זו היא על ידי אתערותא דלתתא בואהבת בכל לבבך רוח אייתי רוח ואמשיך רוח

Diese Herabziehung geschieht durch eine Erweckung von unten (Isarusa Dilesata), durch „Und du sollst ... mit deinem ganzen Herzen lieben“: „Ein Geist bringt einen Geist herbei und zieht einen Geist nach sich.“

Erklärung

Was die Torah herabzieht, ist die Isarusa Dilesata – die Liebe zu G‑tt mit ganzem Herzen –, denn „ein Geist bringt einen Geist herbei“.

וע״י זה ודברת בם ודברת לשון הנהגה והמשכה דהיינו להיות המשכת אור א״ס ב״ה בתורה.

Und dadurch: „Und du sollst von ihnen sprechen“; vedibarta („und du sollst sprechen“) ist ein Ausdruck für Führen und Herabziehen, das heißt, dass das unendliche Licht (Or Ein Sof), gelobt sei Er, in die Torah herabgezogen wird.

Erklärung

Darauf folgt „und du sollst von ihnen sprechen“: Das Wort für „sprechen“ (dibbur) bedeutet auch „führen“, wie in „Er führt Völker unter uns“ (Psalmen 47:4). Wenn man Worte der Torah spricht, wird Or Ein Sof in die Torah herabgezogen.

Absatz 4 in Kürze

Dieser zentrale Absatz erklärt, wie ein Mensch die Torah „hervorbringt“: Die Betrachtung, dass alles in den Welten nur ein Lichtschein G‑ttes ist, entfacht eine Liebe, die sich nach G‑tt selbst sehnt. Diese Erweckung von unten zieht das unendliche Licht in die Torah herab und führt sie so von ihrer vorweltlichen Ebene in die Welt als die 613 mitzvos.

Vertiefung

Der Rebbe erklärt in einem Brief, der in Likkutei Sichos vol. 15 abgedruckt ist, dass sich die „ein Pfad und 613 Pfade“ des Zohar auf die mitzvos beziehen, die in Keser wurzeln, während die Torah aus Chochmah stammt; und dass „zu ihm gesammelt im Innern eines tiefen Herzens“ dem Ende des maamar nicht widerspricht, wo es heißt, dass die Offenbarung nur umfassend ist: Innerlich wird nur ein kleiner Lichtschein erfasst (vgl. Tanya Kap. 48). Der eigene Zusatz des Torah Ohr zu „Wenn er sein Herz auf Ihn richtet“ deutet „sammeln“ als das Eingehen von Lichtern in Gefäße.

Marei Mekomos

  1. 1
    להבין דבר מתוך דבר . . בחי׳ ממכ״ע · לקמן קיג, ג, לקו״ת בהר כה, ב מציין לכאן.
  2. 2
    ולית מחשבה כו׳ · Tikkunei Zohar, Patach Eliyahu · 17a:10–12
  3. 3
    ולית מחשבה כו׳ ולאו מכל מדות אלין כלל · Tikkunei Zohar 17b:5–7
  4. 4
    מי לי בשמים · Psalms 73:25
  5. 5
    אם ישים אליו לבו · Job 34:14
  6. 6
    רוח אייתי רוח · Zohar II, 162b
  7. 7
    בקרב איש ולב עמוק · Psalms 64:7
  8. 8
    והיו הדברים האלה אשר אנכי · Deuteronomy 6:6
  9. 9
    אנכי מי שאנכי · Zohar I, 167b
  10. 10
    התורה קדמה אלפים שנה לעולם · Midrash Tehillim 90:7
  11. 11
    פי׳ עולם נקרא בחינת אש ומים · נזכר בלקו״ת בחוקותי מח, ב.
  12. 12
    ודברת בם · Deuteronomy 6:7
  13. 13
    עולמים — פי׳ תוך דבר · מובא בלקו״ת ואתחנן ו, ג.

Die Torah als G‑ttes Thron ¶5

5וזהו ענין וידבר ה׳ אל משה שהמשכת הוי״ה להיות התורה צריך להיות המשכה תחלה לבחינת משה שהוא מבחינת כי מן המים משיתיהו.

Und dies ist die Bedeutung von „Und Havayah sprach zu Moshe“: Damit Havayah herabgeführt werde, sodass die Tora hervorgebracht wird, muss die Herabführung zunächst auf die Ebene Moshes erfolgen, der der Ebene „Denn ich habe ihn aus dem Wasser gezogen“ angehört.

Erklärung

Die Tora gelangt durch Moshe in die Welt. Der Vers sagt: „Havayah sprach zu Moshe“, mit dem Namen Havayah; daher verläuft die Herabführung von Havayah in die Tora zunächst durch Moshe. Sein Name stammt von „Denn ich habe ihn aus dem Wasser gezogen“, und das Wasser der Tora entspricht der Weisheit (Chochmah) (Absatz 11); Moshe ist somit der Kanal der g‑ttlichen Weisheit.

וזהו השמים כסאי שהשמים היא התורה הרי היא כסא ע״ד משל שנעשה לשבת וישיבה זו היא השפלה לגבי עמידה שכשהאדם עומד הנה הוא בעל קומה וראשו ומוחו גבוהים מעל הארץ וע״י ישיבה נשפל קומתו.

Und dies ist „Die Himmel sind Mein Thron“: Die Himmel sind die Tora, und diese ist ein Thron – vergleichsweise gesprochen –, der zum Sitzen gemacht ist. Dieses Sitzen bedeutet eine Erniedrigung im Vergleich zum Stehen: Wenn ein Mensch steht, hat er seine volle Körpergröße, und sein Kopf und Gehirn befinden sich hoch über dem Boden; durch das Sitzen wird seine Gestalt niedriger.

Erklärung

Nun wird der Vers erklärt: „Die Himmel“, die Tora, sind G‑ttes „Thron“. Ein Thron lässt einen Menschen niedriger sitzen: Im Stehen befindet sich sein Kopf hoch über dem Boden, während das Sitzen seine Gestalt niedriger werden lässt.

כך התורה נעשה כסא לאור א״ס ב״ה לבחינת ראשו שהיא בחינת רצונו וחכמתו ובינתו

So wird die Tora zum Thron des unendlichen Lichts (Or Ein Sof), gesegnet sei Er, und zwar für die Ebene Seines „Hauptes“, die Seinem Willen (Ratzon), Seiner Weisheit (Chochmah) und Seinem Verständnis (Binah) entspricht;

Erklärung

Ebenso ist die Tora ein „Thron“, auf dem G‑ttes „Haupt“ – Sein Wille, Seine Weisheit und Sein Verständnis – „sitzt“, das heißt, sich herablässt.

דאנת חכים ולא בחכמה ידיעא ומבין ולא בבינה ידיעא ובתורה יורדים ומשתלשלים חכמתו ובינתו בדברים גשמיים כתפילין וציצית וצדקה ותרומות ומעשרות וקרבנות כו׳:

denn „Du bist weise, aber nicht mit einer erkennbaren Weisheit, und [Du] verstehst, aber nicht mit einem erkennbaren Verständnis“; und in der Tora steigen Seine Weisheit und Sein Verständnis herab und entfalten sich Stufe um Stufe in körperlichen Dingen wie Tefillin, Tzitzis [Schaufäden], Wohltätigkeit, Terumos [Abgaben an die Kohanim] und Zehnten sowie Opfern usw.

Erklärung

Die Tikkunei Zohar sagen über G‑tt: „Du bist weise, aber nicht mit einer erkennbaren Weisheit; Du verstehst, aber nicht mit einem erkennbaren Verständnis.“ Doch durch die Tora steigt diese unerkennbare Weisheit herab und wird in körperliche mitzvos gekleidet – Tefillin, Tzitzis, Wohltätigkeit, Terumos und Zehnten sowie Opfer.

Absatz 5 in Kürze

Der Absatz beantwortet den ersten Teil der Frage: Die „Himmel“, die G‑ttes Thron sind, sind die Tora, in der G‑ttes eigener Wille und Seine Weisheit „sitzen“ – sich also herablassen – und in körperliche mitzvos eingehen, vermittelt durch Moshe.

Vertiefung

Eine handschriftliche Glosse verbindet „Und Havayah sprach zu Moshe“ mit Iggeres HaKodesh 12, wo der schlichte Name Havayah in der gesamten Tora auf das Attribut der Schönheit (Tiferes) verweist; eine weitere Glosse verbindet Moshes „aus dem Wasser gezogen“ mit „Die Tora stammt aus Chochmah“ und vermutet, dies sei vielleicht der Grund, warum sie „die Tora des Moshe“ genannt wird.

Marei Mekomos

  1. 1
    וזהו ענין וידבר ה׳ אל משה · ”לכמוני השפל הדל נראה דזה הוא עפ״י מה דאיתא באגה״ק סי׳ יב וז״ל: ולכן סתם שם הוי׳ ב״ה שבכל התורה מורה על מדת התפארת כו׳ ע״ש, ואם שגיתי ה׳ יכפר בעדי” — הג״ה בכת״י על תו״א הנ״ל.
  2. 2
    לבחינת משה שהוא מבחי׳ כי מן המים משיתיהו · ”נראה דזהו ע״פ מש״כ לקמן בד״ה והנה זהו דרך כלל כו׳ ושם וז״ל שמים שם מים דאורייתא מחכמה נפקת, ואולי אפשר לתת טעם שנק׳ תורת משה — מטעם הזה דאורייתא מחכמה נפקת — ומשה מן המים משיתיהו וד״ל” — הג״ה בכת״י על תו״א הנ״ל.
  3. 3
    כי מן המים משיתיהו · Exodus 2:10
  4. 4
    שו״ה הרי היא — כסא ע״ד · בכת״י: הרי היא כסאי כמו כסא: עד״מ.
  5. 5
  6. 6
    דאנת חכים ולא בחכמה ידיעא ומבין ולא בבינה ידיעא · Tikkunei Zohar 17b:3–4
  7. 7
    ומעשרות וקרבנות · נתבאר באוה״ת בהעלותך ע׳ שסד.

Der Fußschemel: den Fuß erheben ¶6–10

6והארץ הדום רגלי. הדום בלשון הפסוק הוא כמו שרפרף בלשון הגמרא שהוא ג״כ כסא קטן.

„Und die Erde ist mein Fußschemel.“ Hadom (Fußschemel) in der Sprache des Verses entspricht dem shrafraf (kleiner Schemel) in der Sprache der Gemara, der ebenfalls ein kleiner Sitz ist.

Erklärung

Nun kommt die zweite Hälfte des Verses: „Die Erde ist mein Fußschemel.“ Das biblische Wort Hadom ist das, was der Talmud shrafraf nennt: einen kleinen Sitz.

והוא מה שמעמידין תחת רגלי היושב להגביה הרגל מעל הארץ וע״ז אמרו בגמ׳ [בגמרא] על פסוק כרסון רמיו אחד לכסא ואחד לשרפרף. כסא הוא הגדול שיושבין עליו ושרפרף הוא הקטן שמעמידין תחת הרגלים.

Es ist das, was man unter die Füße dessen stellt, der sitzt, um den Fuß über den Boden zu heben. Und hierzu sagten sie in der Gemara zum Vers „Throne wurden aufgestellt“: einer für einen Thron und einer für einen Fußschemel. Der Thron ist das große Sitzmöbel, auf dem man sitzt, und der Fußschemel ist das kleine, das man unter die Füße stellt.

Erklärung

Ein Fußschemel hebt die Füße dessen an, der sitzt. Der Talmud deutet den Plural „Throne“ in Daniels Vision als einen Thron und einen Fußschemel.

Absatz 6 in Kürze

Der Absatz definiert den Fußschemel – einen kleinen Sitz, der die Füße vom Boden abhebt – als Vorbereitung auf die Erklärung, was die „Erde“ ist, die G‑tt als Fußschemel dient.

Marei Mekomos

  1. 1
    אמרו בגמרא על פסוק כרסון רמיו · Daniel 7:9

7והענין כי הנה כנסת ישראל נקרא רגל כמ״ש בנים אתם לה׳ אלהיכם וברא כרעא דאבוה

Und die Erklärung ist: Die Gemeinschaft Israels wird „Fuß“ genannt, wie es heißt: „Ihr seid Kinder Havayahs, eures G‑ttes“, und: „Ein Sohn ist das Bein seines Vaters.“

Erklärung

Warum ist die Erde der „Fußschemel“ G‑ttes? Weil das jüdische Volk „Fuß“ G‑ttes genannt wird: Sie sind Seine Kinder, und die talmudische Wendung besagt: „Ein Sohn ist das Bein seines Vaters“ – eine Erweiterung des Vaters.

והנה כמו ע״ד משל שנמצא מעלה יתירה ברגל מה שאין בראש שהרגלים הם המהלכים והם נושאים את הראש ומוליכין אותו למחוז חפצו ונמצא הראש צריך להרגל

Nun gibt es, als Gleichnis betrachtet, einen zusätzlichen Vorzug des Fußes, den der Kopf nicht besitzt: Denn es sind die Füße, die gehen; sie tragen den Kopf und bringen ihn an das gewünschte Ziel. Somit ist der Kopf auf den Fuß angewiesen.

Erklärung

In mancher Hinsicht ist der Fuß dem Kopf überlegen: Die Füße tragen den Kopf und bringen ihn dorthin, wohin er gelangen möchte; der Kopf ist also auf sie angewiesen.

וגם גידי הראש וחיותו שהדם הוא הנפש הם ברגלים וכשמקיזין דם מהרגל מתרפא הראש ומתקיים

Und auch die Adern des Kopfes und seine Lebenskraft (Chayus) – denn „das Blut ist die Seele“ – befinden sich in den Füßen. Wenn man am Fuß Blut ablässt, wird der Kopf geheilt und erhalten.

Erklärung

Außerdem verlaufen die Adern, die den Kopf versorgen, durch die Füße, und „das Blut ist die Seele“, seine Lebenskraft. Daher konnte ein Aderlass am Fuß – ein Heilmittel jener Zeit – den Kopf heilen.

וכן כמה רפואות יש שעושין ברגלים ומתרפא הראש ובבחינה זו נקרא הרגל ראש והראש רגל שהוא למטה מהרגל במדרגה זו.

Ebenso gibt es verschiedene Heilmittel, die an den Füßen angewandt werden und den Kopf heilen. In dieser Hinsicht wird der Fuß „Kopf“ und der Kopf „Fuß“ genannt, denn auf dieser Ebene steht der Kopf unterhalb des Fußes.

Erklärung

Auch andere Heilmittel, die an den Füßen angewandt werden, heilen den Kopf. In dieser Hinsicht ist der Fuß der „Kopf“ und der Kopf der „Fuß“, da der Kopf von ihm abhängt.

Absatz 7 in Kürze

Der Absatz führt das Gleichnis vom Fuß ein: Obwohl er am niedrigsten steht, trägt er den Kopf und kann ihn sogar heilen, sodass er in einer bestimmten Hinsicht über ihm steht. In diesem Sinn ist das jüdische Volk G‑ttes „Fuß“.

Vertiefung

Eine Anmerkung von Kehot erläutert den Vorzug des Fußes „in dieser Hinsicht“: Die niedrigste Ebene dient als Gefäß für die höchste, so wie der Kopf ein Gefäß für den Verstand ist. Deshalb ist auch die niedrigste Welt eine Wohnstätte für G‑ttes Wesen, während die höheren Welten nur Offenbarungen enthalten (Tanya Kap. 36; Iggeres HaKodesh 20).

Marei Mekomos

  1. 1
    והענין כי הנה כנס״י · ראה סה״מ תרכ״ז [הוצאת תש״ס] עמוד סז.
  2. 2
    וברא כרעא דאבוה · Yevamot 3a:2–4
  3. 3
    וברא כרעא דאבוה · Tosafot on Yevamot 3a:7
  4. 4
    שהדם הוא הנפש · Deuteronomy 12:23
  5. 5
    וכן כמה רפואות יש שעושין ברגלים · ראה לקו״ת מסעי צ, ג ”וגם לרפואת הראש הוא ע״י הרגל שמשימין במים חמין וכדומה לפי שיש גידי הראש בהרגל” ע״ש שמציין לכאן. וראה בסה״מ תרל״ב כרך ב ע׳ שעח.
  6. 6
    ובבחינה זו נקרא הרגל ראש . . שסופן הוא תחילתן שבחי׳ הרגל נקרא ראש · Tanya, Likkutei Amarim 36:5
  7. 7
    בנים אתה לה׳ · Deuteronomy 14:1

8וכך הוא למעלה על ידי התכללות המשכות המדרגות נעוץ תחילתן בסופן וסופן בתחילתן אור ישר ואור חוזר

Und so ist es oben: Durch das gegenseitige Enthaltensein der Herableitungen der Stufen gilt: „Ihr Anfang ist in ihr Ende eingekeilt und ihr Ende in ihren Anfang“ – direktes Licht und zurückkehrendes Licht.

Erklärung

Die Analogie mit dem Fuß wird nun auf die geistigen Stufen angewandt. Weil die Stufen ineinander enthalten sind, gilt das Prinzip des Sefer Yetzirah: „Ihr Anfang ist in ihr Ende eingekeilt und ihr Ende in ihren Anfang.“ Die Kabbala nennt die beiden Richtungen „direktes Licht“ und „zurückkehrendes Licht“.

אור ישר נקרא מלמעלה למטה כל מה שלמעלה הוא העליון ואור חוזר ממטה למעלה כל מה שלמטה הוא העליון וזהו נעוץ תחילתן בסופן שסופן הוא תחילתן שבחינת הרגל נקרא ראש.

Direktes Licht verläuft von oben nach unten, [wobei] alles, was höher steht, überlegen ist; zurückkehrendes Licht verläuft von unten nach oben, [wobei] alles, was niedriger steht, überlegen ist. Und dies ist mit „Ihr Anfang ist in ihr Ende eingekeilt“ gemeint: Ihr Ende ist ihr Anfang, denn die Ebene des Fußes wird Kopf genannt.

Erklärung

Direktes Licht steigt von oben herab, und bei ihm ist das Höhere überlegen; zurückkehrendes Licht steigt von unten auf, und bei ihm ist das Niedrigere überlegen. So ist das Ende zugleich ein Anfang: Der „Fuß“ wird zum „Kopf“.

וישראל נקראו ראשית וכתיב וירא ראשית לו וע״י אתערותא דלתתא נעשה למעלה תיקון אורות עליונים וזהו שמצינו במשה שבחטא העגל נטלו ממנו אלף אורות (ובשבת חוזרין ונותנין אליו במתנה וזהו ישמח משה במתנת חלקו)

Und Israel wird „Erstes“ (Reishis) genannt, und es steht geschrieben: „Er sah für sich das Erste.“ Durch eine Erweckung von unten (Isarusa Dilesata) kommt es oben zu einer Berichtigung der oberen Lichter. Und dies finden wir bei Moshe: Bei der Sünde mit dem Goldenen Kalb wurden ihm tausend Lichter genommen (und am Schabbat werden sie ihm als Geschenk zurückgegeben; dies ist gemeint mit: „Moshe freut sich an der Gabe seines Anteils“);

Erklärung

Israel wird Reishis, „Erstes“, genannt – ein Wort, das mit Rosh, „Kopf“, verwandt ist –, obwohl Israel der „Fuß“ ist. Der Midrasch versteht „Er sah für sich das Erste“ als eine Aussage über Moshe. Israels Dienst von unten bewirkt eine Berichtigung der Lichter oben. Moshe veranschaulicht dies: Bei der Sünde mit dem Goldenen Kalb verlor er tausend Lichter, die ihm an jedem Schabbat zurückgegeben werden (wie im Schabbatgebet: „Moshe freut sich an der Gabe seines Anteils“).

ועל זה רמזו רז״ל [רבותינו זכרונם לברכה] במ״ש ע״פ לך רד רד מגדולתך כלום נתתי לך גדולה אלא בשביל ישראל

Und darauf spielten unsere Weisen mit ihren Worten zum Vers „Geh hinab“ an: „Steige von deiner Größe herab; habe Ich dir etwa Größe verliehen, außer um Israels willen?“

Erklärung

Der Talmud berichtet, dass G‑tt nach der Sünde zu Moshe sagte: „Steige von deiner Größe herab; habe Ich dir etwa Größe verliehen, außer um Israels willen?“

והיינו לפי שהיו ישראל בבחינת הרגל שלו וכמ״ש שש מאות אלף רגלי העם אשר אנכי בקרבו והם היו לו בחינת מקיף ובחינת ראש אף שהם היו לו בבחינת רגל ודאי.

Das heißt, Israel befand sich auf der Ebene seines „Fußes“, wie geschrieben steht: „Sechshunderttausend zu Fuß (raglei) sind das Volk, in dessen Mitte ich bin.“ Für ihn waren sie die Ebene des Umfassenden und die Ebene des Kopfes, obwohl sie für ihn gewiss auf der Ebene des Fußes waren.

Erklärung

Moshes Größe hing von Israel ab, denn Israel war sein „Fuß“: Er selbst nannte sie „sechshunderttausend zu Fuß“ (raglei, wörtlich „Füße“), das Volk, in dessen Mitte er war. Obwohl sie seine Füße waren, waren sie für ihn auch sein umfassendes Licht und sein Kopf.

וכך הוא בכל ישראל ע״י שמתקן מעשיו שהם בכח המעשה בעשי׳ [בעשיה] גשמיות בבחי׳ רגלים נעשה מוחו ולבו זכים אלף פעמים ככה.

Und so ist es bei jedem Juden: Indem er seine Taten berichtigt, die in der Kraft des Handelns liegen, im physischen Tun auf der Ebene der Füße, werden sein Gehirn und sein Herz tausendmal so rein.

Erklärung

Dasselbe gilt für jeden Juden: Wenn seine praktischen Taten – die „Füße“ seiner Seele – berichtigt werden, werden sein Geist und sein Herz tausendfach gereinigt.

Absatz 8 in Kürze

Der Abschnitt erklärt, warum die niedrigste Ebene die höchste sein kann: Im „zurückkehrenden Licht“, das von unten aufsteigt, wird das Ende zum Anfang. Israel, der „Fuß“, ist zugleich der „Kopf“, denn Moshes Größe hing von Israel ab, und die physischen Taten eines Menschen reinigen seinen Geist und sein Herz.

Vertiefung

Der Tzemach Tzedek (Or HaTorah, Chanukah) erklärt den Grund für diese Anordnung: Ein Abstieg bedeutet eine Erniedrigung. Daher kann das Höhere nur deshalb im Niedrigeren bekleidet bleiben, weil das Niedrigere eine Qualität besitzt, die dem Höheren fehlt. Der Rebbe (Likkutei Sichos vol. 6) erklärt, dass die tausend Lichter nicht bloß zusätzliches Licht innerhalb von Moshes bestehender Ebene sind, sondern eine Veränderung der Ebene – vergleichbar mit der Veränderung von Avram zu Avraham.

Marei Mekomos

  1. 1
    נעוץ תחילתן בסופן · ספר יצירה פ״א מ״ז. ראה גם לקמן נב, א. ראה לקו״ת תצא לה, ב. ביאוה״ז לצ״צ ח״ב ע׳ תר ומציין שם לכמה דרושים. וראה בלקו״ש ח״ו ע׳ 19 בהערה 57 ”החידוש שבסוף מעשה במחשבה תחלה על נעוץ תחלתן בסופן”. בארוכה באוה״ת כאן כרך ג תעג, ב מלקו״ת לג״פ. וראה גם בד״ה ועמדו רגליו — תר״ל ע׳ שכ. ובד״ה ועתה יגדל נא תרל״ב כרך ב ע׳ שסז ואילך. באוה״ת חנוכה תתקכט, ב כ׳ הטעם ”שהוסד כן הוא כדי להיות קיום המשכת האור בעולמות שהרי הירידה הוא השפלה . . אך כאשר ימצא בהתחתון בחי׳ ומדריגה מה שאין נמצא בהעליון לכך יתקיים התלבשות העליון בתחתון” ע״ש.
  2. 2
    נעוץ תחילתן בסופן וסופן בתחילתן · Sefer Yetzirah 1:7
  3. 3
    אור ישר ואור חוזר · באוה״ת בראשית תתרכו, א מציין ע״ז ”אינו דומה לבחי׳ עגולים, שבבחי׳ עגולים לא יש כלל ראש וסוף . . אבל כאן הכוונה שיש ראש וסוף רק שמלמעלה למטה החכמה ראש והמל׳ סוף ומלמטלמ״ע בהיפוך”. וראה באוה״ת פ׳ ואתחנן ע׳ קעד וע׳ רצג ואילך למה דוקא נתב״ס ולא באמצען.
  4. 4
    וישראל נקראו ראשית · ”ע׳ תו״ח פ׳ חיי שרה בד״ה והנערה טובת מראה כו׳ בסי׳ כו. בד״ה ומעתה יש להקדים עוד ענין א׳ כו׳ [##]”. הג״ה בכת״י על תו״א הנ״ל.
  5. 5
    וישראל נקראו ראשית · Rashi on Genesis 1:1:2
  6. 6
    וישראל נקראו ראשית · Jeremiah 2:3
  7. 7
    וירא ראשית לו · Deuteronomy 33:21
  8. 8
    וירא ראשית לו · Bereshit Rabbah 1:4
  9. 9
    נטלו ממנו אלף אורות (ובשבת חוזרין · בלקו״ת ברכה צג, ג ”פע״ח שער השבת פ״ח בענין ישמח משה כו׳ אלף חלקים של אור כו׳”. וראה לקו״ת להאריז״ל ס״פ תשא. שם ר״פ ויקרא. עיין בזה בספר הלקוטים בהעלותך עה״פ והאיש משה ענו מאד. ולפענ״ד נראה, שהאלף אורות או המשכה הנ״ל אין זה ענין של תוספות אור בנשמה שתוכל להוסיף כח בעבודתה אבל נשארת במדריגתה . . אלא ב׳ ענינים הנ״ל הם ע״ד השינוי מאברם לאברהם. לקו״ש ח״ו ע׳ 245 ע״ש בארוכה. קטע מכאן מובא בד״ה פסל לך תרל״ב ע׳ פב. בענין אלף אורות — ראה ד״ה ישמח משה תרל״ח. בסה״מ תרמ״ג ע׳ לא כ׳ שאין הגוף מזדכך ע״י מצות מעשיות ומפרש שכאן בתו״א ”אמר רק מוחו ולבו זכים היינו שיזדככו המוח והלב להבין גדולת אוא״ס ב״ה ויהי׳ מקושר לאלקות . . צ״ל דקדוק לשונו הק׳ שע״י מצות מעשיות נע׳ מוחו ולבו זכים אלף פעמים ככה מהו המספר אלף פעמים דוקא, ולמה מוחו ולבו דוקא”. ראה ג״כ לקו״ש חכ״ב ע׳ 349. חכ״ג ע׳ 335.
  10. 10
    (ובשבת . . חלקו) · המוסגר נמצא גם בכת״י מאמרי אדה״ז.
  11. 11
    לך רד מגדולתך · Berakhot 32a:14
  12. 12
  13. 13
    שש מאות אלף רגלי העם · Numbers 11:21
  14. 14
    שו״ה שלו — בקרבו · בכת״י נוסף: שהוא הי׳ בקרבם: והם.
  15. 15
    מוחו ולבו זכים · ”כמו מים זכים והבן”. הג״ה בכת״י על תו״א.
  16. 16
    אלף פעמים ככה · ע׳ באוה״ת בראשית ח״ו תתרכו, ב ואילך, ובפ׳ בחוקותי ע׳ רד. ובתורת שמואל תרכ״ז ע׳ עא מוסיף: והיינו לפי שכל ישראל מעורבים זב״ז תחתון בעליון ועליון בתחתון כו׳ עכ״ל. וראה לקמן עח, ב. ובמ״מ ללקו״ת ואתחנן יב, ג.

9והנה להיות הדום לבחינת רגל שהוא בחינת כנסת ישראל דהיינו להגביה׳ [להגביהה] ולהעלותה ממטה למעלה הוא ע״י בחי׳ הארץ שהם מצות מעשיות וכללותן היא הצדקה

Damit es einen „Fußschemel“ für die Ebene des Fußes gibt, die die Gemeinschaft Israels ist – das heißt, damit sie von unten nach oben erhoben und emporgehoben wird –, geschieht dies durch die Ebene der „Erde“, das heißt durch die praktisch vollzogenen mitzvos; ihre Gesamtheit (Klalus) – ihr allgemeiner und gemeinschaftlicher Ausdruck – ist die Wohltätigkeit.

Erklärung

Nun zum „Fußschemel“ selbst: Er hebt den „Fuß“, das jüdische Volk, empor. Was es emporhebt, ist die „Erde“, die praktisch vollzogenen mitzvos; deren allgemeiner und gemeinschaftlicher Ausdruck ist die Wohltätigkeit.

ועל זה נאמר צדקה תרומם גוי תרומם ממטה למעלה והגבהה והעלאה זו היא בבחינת גוי שהם אותיות ג׳ ו׳ י׳ דהיינו העלאת המדות שנחלקין דרך כלל לג׳ בחינות חסד דין רחמים

Und darüber heißt es: „Wohltätigkeit erhöht ein Volk (goy)“ – sie erhebt es von unten nach oben. Diese Erhebung und dieses Emporheben vollziehen sich auf der Ebene des Wortes goy, das aus den Buchstaben gimmel, vav, yud besteht: Das heißt, die Attribute werden erhoben; sie gliedern sich im Allgemeinen in drei Ebenen: Güte, Gericht und Erbarmen.

Erklärung

In den Sprüchen heißt es: „Wohltätigkeit erhöht ein Volk (goy).“ Das Wort goy wird mit den Buchstaben gimmel, vav, yud geschrieben. Diese Buchstaben deuten auf den Vorgang hin: Die Gefühlsattribute, die sich in drei Gruppen gliedern – Güte, Gericht und Erbarmen –, werden emporgehoben.

(כי נה״י [נצח הוד יסוד] אינו אלא התפשטות חג״ת [חסד גבורה תפארת] וענפיהן) והתעלותן היא לבחינת יו״ד שהיא בחינת החכמה ע״י הוא״ו שהוא הממשיך ומחבר המחשבה כו׳

(Denn der Sieg / die Beständigkeit (Netzach), die Pracht (Hod) und das Fundament (Yesod) sind lediglich die Ausdehnung der Güte (Chesed), der Selbstbegrenzung (Gevurah) und der Schönheit (Tiferes) sowie ihrer Zweige.) Ihre Erhebung führt zur Ebene des yud, also zur Weisheit (Chochmah), durch den vav, der das Denken herabzieht und verbindet usw.

Erklärung

Die drei unteren G‑ttlichen Attribute (Sefiros) – Netzach, Hod und Yesod – sind lediglich Erweiterungen der ersten drei. Die drei (gimmel) steigen über den vav zur yud auf, die für die Weisheit (Chochmah) steht; der vav ist eine gerade Linie, die den Gedanken verbindet und herabzieht.

ככה ממש נעשה למטה בנפש האדם העלאת המדות בשכלו ובינתו כי כשהמדות נפרדות מהשכל הם נחשבות לדבר בפני עצמו.

Genauso geschieht es unten in der Seele des Menschen: Die Attribute werden in seinen Intellekt und sein Verständnis erhoben. Denn wenn die Attribute vom Intellekt getrennt sind, gelten sie als etwas für sich Bestehendes.

Erklärung

Dasselbe geschieht im Menschen: Seine Gefühle werden in seinen Verstand erhoben. Wenn die Gefühle vom Verständnis abgeschnitten sind, bilden sie eine eigenständige Kraft, die unabhängig wirkt.

Absatz 9 in Kürze

Der Absatz erklärt, was der Fußschemel bewirkt: Die praktisch vollzogenen mitzvos, vor allem die Wohltätigkeit, erheben den „Fuß“ und führen die Gefühlsattribute zur Weisheit hinauf – sowohl in den höheren Welten als auch in der menschlichen Seele.

Vertiefung

Der Tzemach Tzedek merkt in Or HaTorah, Chanukah an, dass dieser Maamar „die Erde ist Mein Fußschemel“ auf die G‑ttliche Seele bezieht, während der Maamar „Und Ich werde deine Fenster aus Kadkod machen“ es auf die tierische Seele bezieht.

Marei Mekomos

  1. 1
    הדום . . להגביה · באוה״ת פ׳ בראשית א, א מציין ע״ז וז״ל: ר״ל שלא יהיו רגליה יורדות מות ע׳ זח״א ויחי דף רכא, ב והיינו שמשפילים א״ע בתאוות גשמיות שמזה נמשך שגם למעלה נשפל ההמשכה בהיכלות הקליפות כי יעקב חבל נחלתו כמ״ש ע״פ ואני נתתי לכם שכם אחד וז״ס גלות השכינה” עכ״ל ע״ש. וכ״ה באוה״ת נ״ך ח״א ע׳ שיב.
  2. 2
    צדקה תרומם גוי · Proverbs 14:34
  3. 3
    אותיות ג׳ ו׳ י׳ · באוה״ת בראשית כרך ג חנוכה תתקלא, ב מציין ”וע׳ בד״ה השמים כסאי בד״ה והארץ הדום רגלי . . דקאי על נה״א, ובד״ה ושמתי כדכד פי׳ דקאי על נה״ב”. [לקו״ת ראה כה, א ”חטאתם של ישראל הוא הגורם חסד לאומים”]. וראה שם תתרלו, ב. אוה״ת נ״ך ע׳ תר מציין לכאן. סה״מ תרל״ח ע׳ ער. ראה לקמן לח, ד שמגביה את בחי׳ היו״ד שבאה למעלה מעלה.
  4. 4
    בבחינת גוי שהם אותיות ג׳ ו׳ י׳ . . חסד דין רחמים · ראה באוה״ת בראשית כרך א קלח, ב. כרך ו תתרלו, ב. וראה לקו״ש חל״ג ע׳ 226 הערה 27.
  5. 5
    חסד דין רחמים · ראה אוה״ת ואתחנן ע׳ רצז.
  6. 6
    נה״י אינו אלא התפשטות חג״ת וענפיה · ראה לקמן נ, ד שענין נה״י הוא עד״מ כליות יועצות איך להשפיע. וראה באוה״ת שבת שובה ע׳ א׳תקכד.

10ולכן יש לך אדם שמתעורר לבו בשעת התפלה וכיוצא בה שאז היא שעת גדלות המוחין ואח״כ חולפת ועוברת האהבה ופונה לדרכו מהיפך להיפך באין מבין כי הם שני הפכים

Und deshalb findet man einen Menschen, dessen Herz sich während des Gebets und dergleichen erregt, denn dies ist eine Zeit der Erweiterung des Intellekts (gadlus hamochin); danach aber vergeht die Liebe und schwindet, und er wendet sich seinem eigenen Weg zu, vom einen Extrem ins andere, ohne zu verstehen, dass dies zwei Gegensätze sind.

Erklärung

Dies beschreibt eine vertraute Erfahrung: Während des Gebets, wenn der Geist durch Betrachtung erweitert wird, wird das Herz eines Menschen von Liebe zu G‑tt bewegt; danach schwindet dieses Gefühl, und er geht seinen eigenen Weg, wobei er von einem Extrem ins andere schwankt, ohne zu bemerken, dass die beiden Gegensätze sind.

והיינו מפני שהמדות נפרדים מהשכל משא״כ בהתכללותן כו׳ והרי אז הוא עילוי המדות ביתר שאת שנעשו בחינת מוחין

Und dies liegt daran, dass die Gefühlsattribute (Middos) vom Intellekt getrennt sind. Wenn sie hingegen ineinander einbezogen sind, dann erfahren die Gefühlsattribute eine Erhebung in noch höherem Maße, denn sie sind zur Ebene der intellektuellen Kräfte (Mochin) geworden.

Erklärung

Dies geschieht, weil seine Gefühle nicht in sein Verständnis einbezogen waren. Wenn die Gefühle in den Intellekt einbezogen werden, steigen sie auf eine weit höhere Ebene und werden selbst zu „Intellekt“; so bleiben sie beständig.

וזהו בכל נפשך דהיינו בכל כחות הנפש אפילו בבחינת רגל שגם בחינת הרגל תרום ותגביה:

Und dies ist „mit deiner ganzen Seele“: mit allen Kräften der Seele, sogar mit der Ebene des Fußes – sodass auch die Ebene des Fußes emporgehoben und erhöht werde.

Erklärung

Dies bedeutet, G‑tt „mit deiner ganzen Seele“ zu lieben: mit jeder Kraft der Seele, auch mit der niedrigsten, dem „Fuß“, der ebenfalls emporgehoben werden muss.

Absatz 10 in Kürze

Der Absatz bringt ein praktisches Beispiel: Eine Liebe, die nur während des Gebets empfunden wird, schwindet, weil die Gefühle vom Verstand getrennt sind. Werden sie in den Verstand erhoben, werden sie beständig, und sogar die niedrigsten Kräfte werden emporgehoben.

Marei Mekomos

  1. 1
    בכל נפשך · Deuteronomy 6:5
  2. 2
    שו״ה בבחינת — תרום ותגביה · בכת״י: תגביה ותרום כנ״ל.

Himmel und Erde innerhalb der Torah ¶11

11והנה זהו דרך כלל שנק׳ שמים וארץ תורה ומצות ודרך פרט בתורה עצמה שמים זו תורה שבכתב שמים שם מים דאורייתא מחכמה נפקת וארץ נקרא תורה שבע״פ [שבעל פה]

Nun, dies gilt im Allgemeinen: Tora und mitzvos werden Himmel und Erde genannt. Und im Besonderen, innerhalb der Tora selbst: „Himmel“ ist die Schriftliche Tora – Shamayim (Himmel) ist Sham Mayim („dort ist Wasser“), denn die Tora entspringt der Weisheit (Chochmah) – und „Erde“ ist die Bezeichnung für die mündliche Tora,

Erklärung

Im Allgemeinen stehen Himmel und Erde für Tora und mitzvos. Innerhalb der Tora selbst ist der „Himmel“ die Schriftliche Tora: Shamayim wird als Sham Mayim gelesen, „dort ist Wasser“, und Wasser steht für Chochmah, aus der die Tora entspringt, wie der Zohar sagt. „Erde“ ist die mündliche Tora.

כי ארץ מלשון רצון כמאמר רז״ל [רבותינו זכרונם לברכה] למה נקרא שמה ארץ שרצתה כו׳ וארץ אותיות א׳ רץ כו׳

denn Eretz (Erde) leitet sich vom Wort Willen (Ratzon) ab, wie unsere Weisen sagen: „Warum wird sie Eretz genannt? Weil sie es wollte (ratz’sah)“, usw.; und Eretz besteht aus den Buchstaben Alef, Ratz („läuft“), usw.

Erklärung

Der Midrasch sagt, die Erde heiße Eretz, weil sie den Willen ihres Schöpfers tun wollte (ratz’sah); und die Buchstaben von Eretz lassen sich auch als Alef Ratz lesen: „Der Alef läuft.“ So bedeutet „Erde“ Wille und Streben.

והענין כי תורה שבע״פ [שבעל פה] היא השגת תכלית הרצון לידע איך ומה כגון סוכה שהיא גבוה כו׳ שאין זה מבואר בתורה שבכתב

Und der Sachverhalt ist folgender: Die mündliche Tora erfasst die letztgültige Absicht des Willens – zu wissen, wie und was, etwa [das Gesetz über] eine Sukkah (Laubhütte), die hoch ist usw., was in der Schriftlichen Tora nicht erklärt wird.

Erklärung

Die mündliche Tora erfasst, was G‑ttes Wille tatsächlich verlangt: genau wie und was. Zum Beispiel darf eine Sukkah nicht höher als zwanzig Ellen sein – ein Einzelgesetz, das in der Schriftlichen Tora nicht genannt wird.

ותושב״כ [ותורה שבכתב] היא רק בחי׳ אותיות להיות כדמותן בצלמן שהן שמותיו של הקב״ה

Die Schriftliche Tora ist hingegen lediglich die Ebene der Buchstaben, [die] ihrem Abbild und ihrer Gestalt entsprechend [zu lesen sind]; sie sind die Namen des Heiligen, gelobt sei Er (Kudsha Brich Hu).

Erklärung

Die Schriftliche Tora besteht aus Buchstaben, die genau so zu lesen sind, wie sie geschrieben stehen; ihre Worte sind allesamt Namen G‑ttes, wie Nachmanides schreibt.

ולכן נקרא קורא בתורה כמו שקורא בשם והיינו מלמעלה למטה אבל תורה שבע״פ [שבעל פה] עיקרה ממטה למעלה ע״י השגת הרצון בנפש תכלל הנפש במקורה למעלה.

Daher heißt es, dass man in der Tora „liest“ (kore), so wie man einen Namen „ruft“ (kore); dies verläuft von oben nach unten. Die mündliche Tora hingegen wirkt ihrem Wesen nach von unten nach oben: Indem die Seele den Willen erfasst, wird sie in ihre Quelle oben einbezogen.

Erklärung

Deshalb „liest“ (kore) man die Tora, so wie man einen Namen „ruft“ (kore): Sie kommt von oben. Die mündliche Tora wirkt von unten: Wenn ein Mensch mit seinem eigenen Verstand G‑ttes Willen erfasst, wird seine Seele in ihre Quelle einbezogen.

ושלשה נקראו ארץ כנסת ישראל ותורה שבע״פ [שבעל פה] ומצות וכולן נרמזין במקרא אחד. ארץ ארץ ארץ שמעי דבר ה׳:

Und drei Dinge werden „Erde“ genannt: die Gemeinschaft Israels, die mündliche Tora und die mitzvos; sie alle sind in einem Vers angedeutet: „Erde, Erde, Erde, höre das Wort des unaussprechlichen g‑ttlichen Namens (Havayah).“

Erklärung

Drei Dinge werden „Erde“ genannt: das jüdische Volk, die mündliche Tora und die mitzvos. Das dreifache „Erde, Erde, Erde“ in Jirmijahu spielt auf alle drei an.

Absatz 11 in Kürze

Der Absatz führt die Zuordnung von Himmel und Erde weiter aus: Im Allgemeinen stehen sie für Tora und mitzvos; innerhalb der Tora ist der Himmel die Schriftliche Tora, die von oben herabfließt, und die Erde die mündliche Tora, in der der Mensch G‑ttes Willen erfasst und zu dessen Quelle aufsteigt.

Vertiefung

Der Tzemach Tzedek (Or HaTorah, Shir HaShirim) merkt an, dass eine Erklärung dieses Verses den Himmel mit ratzo (Aufstreben) und die Erde mit shov (Rückkehr) verbindet, während eine andere Erklärung („Wie die neuen Himmel“) die Erde als ratzo und den Himmel als shov deutet, so wie dieser Absatz Eretz als Ratz, „läuft“, liest. Beide Deutungen sind richtig: Es gibt eine Liebe, die von unten aufsteigt (ratzo), und eine Liebe, die von oben herabfließt (shov).

Marei Mekomos

  1. 1
    שמים שם מים · ע׳ באוה״ת פ׳ עקב ע׳ תרה בארוכה.
  2. 2
    דאורייתא מחכמה נפקת · Zohar II, 121a
  3. 3
    דאורייתא מחכמה נפקת · Zohar, Yitro 21:378–22:389
  4. 4
    למה נקרא שמה ארץ שרצתה · Bereshit Rabbah 5:7
  5. 5
    למה נקרא שמה ארץ שרצתה · Bereshit Rabbah 5:8
  6. 6
    שו״ה א׳ רץ כו׳ · בכת״י אין תי׳ ”כו׳”. — ולכאורה הוא מיותר.
  7. 7
    סוכה שהיא גבוה · Mishnah Sukkah 1:1
  8. 8
    ותושב״כ . . שהן שמותיו של הקב״ה · רמב״ן עה״ת בהקדמה, יונת אלם פכ״ט.
  9. 9
    שו״ה אבל תורה — בנפש · בכת״י ליתא תי׳ זו.
  10. 10
    ושלשה נקראו ארץ · ראה ד״ה השמים כסאי תשמ״א. בהג״ה בכת״י מחסיד על תו״א מעיר כאן ”ע׳ בד״ה כי כאשר השמים, עיין ותבין זאת, כי לכאורה עד כה דבריו שכנס״י נק׳ רגל רק מצות ותושבע״פ נק׳ ארץ”. ראה גם אוה״ת בראשית כרך ו תתרלז, א.
  11. 11
    ושלשה נקראו . . דבר ה׳ · בבוך 1092, 2044 כ״ז נמצא במוסגר.
  12. 12
    ארץ ארץ שמעי דבר ה׳ · Jeremiah 22:29

Das Haus: das Gebet ¶12–14

12אך אי זה בית כו׳ כי הכסא והשרפרף אין דרכן להעמידן בחוץ אלא בתוך הבית ובחי׳ בית היינו בכל מאדך שהוא בבחי׳ מקיף

Doch „welches Haus“ usw.: Denn ein Thron und ein Schemel werden gewöhnlich nicht im Freien, sondern im Haus aufgestellt. Die Ebene des „Hauses“ ist „mit deiner ganzen Kraft“, was zur Ebene des Umfassenden gehört,

Erklärung

Nun folgt die letzte Frage des Verses: „Welches Haus?“ Ein Thron und ein Schemel stehen im Inneren eines Hauses. Das „Haus“ ist „mit deiner ganzen Kraft“ (me’odecha, wörtlich: „dein sehr Viel“): eine Liebe jenseits jedes Maßes, die den Menschen umgibt, statt in ihn einzudringen.

כמו ע״ד משל בית שהוא מקיף את האדם בגגו ובקירותיו ובית זה הוא בית תפלה

so wie etwa ein Haus einen Menschen mit seinem Dach und seinen Wänden umgibt. Und dieses Haus ist das Haus des Gebets;

Erklärung

Ein Haus umgibt einen Menschen mit Dach und Wänden; dieses „Haus“ ist das Gebet.

שע״י התפלה ח״י פעמים ברוך אתה כו׳ היא המשכת מקיפין מבחי׳ סוכ״ע (והיא בחי׳ רוחו ונשמתו אליו יאסף כנ״ל) שהם נמשכין ע״י כריעות והשתחויות באבות ובהודאה תחלה וסוף שהם בחינת ביטול.

denn durch das Gebet – durch das achtzehnmalige Sprechen von „Gesegnet bist Du“ usw. – werden umfassende Lichter von der Ebene des Lichts, das alle Welten umfasst (Sovev Kol Almin), herabgezogen (und dies ist die Ebene von „Seinen Geist und seinen Atem wird Er zu sich sammeln“, wie oben erwähnt); diese Lichter werden durch die Verbeugungen und Niederwerfungen in [dem Segen der] Patriarchen und in [dem Segen der] Danksagung am Anfang und am Ende herabgezogen; diese Verbeugungen und Niederwerfungen stellen die Ebene der Selbstaufhebung (Bittul) dar.

Erklärung

Im Achtzehngebet (Amidah) sagt man achtzehnmal „Gesegnet bist Du“, und dadurch wird umfassendes Licht vom Sovev Kol Almin, dem Licht jenseits der Welten, herabgezogen – der „Geist und Atem“, der zu einem Menschen gesammelt wird, wie in Absatz 4. Dieses Licht wird durch die Verbeugungen am Anfang und am Ende des ersten Segens sowie des Segens der Danksagung herabgezogen; sie drücken Bittul aus.

והענין כי אי אפשר להיות גילוי אור א״ס ב״ה דלית מחשבה תפיסא ביה כלל ולאו מכל מדות וכו׳ בבחינת פנימיות הלב רק מעט מזעיר הארה בעלמא

Der Sachverhalt ist folgender: Eine Offenbarung des unendlichen Lichts (Or Ein Sof), gelobt sei Er, ist unmöglich – von dem es heißt: „Kein Gedanke kann Ihn überhaupt erfassen“ und „Er gehört keiner der Attribute an“ usw. – im Inneren des Herzens; dort ist nur ein äußerst geringes Maß möglich, ein bloßer Lichtschein;

Erklärung

Warum muss dieses Licht umfassend sein? Weil das unendliche Licht jenseits allen Denkens und aller Attribute liegt: Das Herz kann es innerlich nur als winzigen Lichtschein aufnehmen.

ואפילו גילוי במוח והשגה לית מחשבה כו׳ רק בבחי׳ מקיף וסובב לבד וע״ז נאמר ואל זה אביט שרומז על בחינת תפלה.

und selbst eine Offenbarung im Verstand und ein Erfassen – „kein Gedanke [kann erfassen]“ usw. – [sind möglich] nur in umfassender und umgebender Weise. Davon heißt es: „Und auf diesen werde Ich blicken“, was auf die Ebene des Gebets anspielt.

Erklärung

Selbst der Verstand kann es nicht erfassen; es kann nur als umgebendes Licht gegenwärtig sein. Davon heißt es im nächsten Vers: „Und auf diesen werde Ich blicken“ – ein Hinweis auf das Gebet.

Absatz 12 in Kürze

Der Absatz erklärt das „Haus“: das Gebet. Durch Verbeugung und Selbstaufhebung zieht es das umfassende Licht jenseits der Welten herab, das weder Herz noch Verstand aufnehmen können und das einen Menschen nur wie ein Haus umgeben kann.

Vertiefung

Die Anmerkung von Kehot berichtet, dass in mehreren Handschriften die Worte von „und umgebend“ bis „Und auf diesen werde Ich blicken“ fehlen, und vermutet, sie könnten ein Zusatz des Tzemach Tzedek sein.

Marei Mekomos

  1. 1
    אי זה בית · Isaiah 66:1
  2. 2
    ובחי׳ בית היינו בכל מאדך · מובא באוה״ת במדבר כרך ו ע׳ א׳תתקו ע״ש בפי׳ בכל מאדך.
  3. 3
    בכל מאדך · Deuteronomy 6:5
  4. 4
    אך אי זה בית . . בכל מאדך שהוא בבחי מקיף · באוה״ת במדבר כרך ג פ׳ בלק (בהוצאה חדשה) בהוספות ע׳ 74 מציין לכאן.
  5. 5
    בגגו ובקירותיו · בסה״מ תרל״ח ע׳ רמ נוסף: [ועמ״ש בד״ה מזמור שיר חנוכת הבית]. =ֿלקו״ת ברכה צח, ד ואילך.
  6. 6
    רוחו ונשמתו אליו יאסף · Job 34:14
  7. 7
    כריעות והשתחויות באבות ובהודאה תחלה וסוף · Berakhot 34a:14
  8. 8
    דלית מחשבה תפיסא ביה כלל · Tikkunei Zohar 17a:10–12
  9. 9
    ולאו מכל מדות · Tikkunei Zohar 17b:5–7
  10. 10
    שו״ה וסובב — זה אביט . . אל זה אביט · בכמה כת״י ליתא, ואולי זה הוספה מכ״ק אדמו״ר הצ״צ.
  11. 11
    ואל זה אביט · Isaiah 66:2
  12. 12
    שמצינו במשה שבחטא העגל · ראה לקו״ת להאריז״ל ס״פ תשא. שם ר״פ ויקרא. פע״ח שער השבת פ״ח.

13ופי׳ הפסוק ואת כל אלה ידי עשתה בחינת עשיה היינו מעשה המצות. ויהיו כל אלה נאם ה׳ היא בחינת תורה שבע״פ [שבעל פה] שהיא נאם ודבר ה׳ בחינת דבור

Und die Erklärung des Verses „Und all dies hat Meine Hand gemacht“: Dies ist die Ebene des Handelns, das heißt, die Ausführung der mitzvos. „Und all dies ist geworden, spricht Havayah“ ist die Ebene der mündlichen Torah, die die Rede und das Wort G‑ttes, die Ebene der Sprache, ist;

Erklärung

Der nächste Vers wird als drei Ebenen gelesen. „All dies hat Meine Hand gemacht“: Handeln, die Ausführung der mitzvos. „Und all dies ist geworden, spricht Havayah“: Sprache, die mündliche Torah, die das Wort G‑ttes ist.

משא״כ אל זה אביט הוא בחינת תפלה אביט הוא בחינת הבטה היא הסתכלות בבחי׳ עיניך יונים שהיא בחי׳ המחשבה לבד והיא היא בחי׳ מקיף וסובב

während „Und auf diesen werde Ich blicken“ die Ebene des Gebets ist. „Blicken“ ist die Ebene des Hinschauens, also des Betrachtens, auf der Ebene von „Deine Augen sind Tauben“; dies ist die Ebene des bloßen Gedankens, und eben dies ist die Ebene des Umfassenden und Umgebenden,

Erklärung

„Und auf diesen werde Ich blicken“ bezeichnet das Gebet. Das Blicken gleicht dem Gedanken („Deine Augen sind Tauben“), und der Gedanke ist umfassend.

כמו עד״מ מחשב׳ שמקפת מחשבתו את הדבר שחושב עליו וכן הראיה והסתכלות כו׳ משא״כ דבור ומעשה הם פנימיים כו׳

wie etwa beim Gedanken: Der eigene Gedanke umfasst den Gegenstand, über den man nachdenkt; ebenso verhält es sich mit dem Sehen und Hinschauen usw. Sprache und Handeln hingegen sind innerlich usw.

Erklärung

Der Gedanke umgibt seinen Gegenstand, so wie das Sehen das, was es erblickt, von außen erfasst; Sprache und Handeln dagegen sind innerlich: Sie dringen in ihren Gegenstand ein und prägen ihn.

והבטה זו היא אל עני ונכה רוח בחינת ביטול דלית ליה מגרמיה כלום אפילו תורה ומצות לפי שהמשכה זו אי אפשר להשיג ע״י התורה ומצות שהם פנימיי׳ רק ע״י בטול בתפלה וכריעות והשתחואות

Und dieser Blick gilt „dem Armen und dem Zerschlagenen im Geist“: der Ebene der Selbstaufhebung (Bittul), bei der man aus sich selbst gar nichts hat, nicht einmal Torah und mitzvos. Denn diese Herabziehung kann nicht durch Torah und mitzvos erlangt werden, die innerlich sind, sondern nur durch Selbstaufhebung im Gebet sowie durch Verbeugungen und Niederwerfungen —

Erklärung

G‑ttes „Blick“ gilt „dem Armen und dem Zerschlagenen im Geist“: jemandem, der empfindet, dass er aus sich selbst nichts hat, nicht einmal seine Torah und mitzvos. Denn dieses umfassende Licht kann nicht durch Torah und mitzvos herabgezogen werden, die nach innen wirken, sondern nur durch Selbstaufhebung im Gebet und durch Verbeugung.

כמשל המלך שכורעים ומשתחוים לו מפני שאי אפשר להתקרב אליו מגודל מעלתו אזי ממילא נמשך אליו בחינה זו. וזהו ברוך אתה כלומר ברוך מעצמך ומאליך.

wie in der Analogie eines Königs, vor dem man sich verbeugt und niederwirft, weil man sich ihm aufgrund seiner großen Erhabenheit nicht nähern kann; dann wird diese Ebene von selbst zu ihm [der sich verbeugt] herabgezogen. Und dies ist „Gesegnet bist Du“, das heißt: gesegnet aus Dir selbst und von selbst.

Erklärung

So verbeugt man sich vor einem König, der zu erhaben ist, als dass man sich ihm nähern könnte; dann kommt diese Nähe von selbst zu demjenigen, der sich verbeugt. Das ist die Bedeutung von „Gesegnet bist Du“: Mögest Du aus eigenem Antrieb herabgezogen werden.

Absatz 13 in Kürze

Der Absatz deutet Jesaja 66:2 als drei Ebenen: mitzvos (Handeln), die mündliche Torah (Sprache) und Gebet (G‑ttes „Blick“, der Gedanke). Er erklärt, dass das höchste, umfassende Licht nur durch die Selbstaufhebung des Gebets herabgezogen wird.

Vertiefung

Die Lesart von „Gesegnet bist Du“ als „sei gesegnet (herabgezogen) aus Dir selbst“ macht den Segensspruch zu einer Bitte um eine Offenbarung, die keine menschliche Anstrengung erzwingen kann, sondern zu der sie durch Bittul nur einladen kann.

Marei Mekomos

  1. 1
    ואת כל אלה ידי עשתה ויהיו כל אלה נאם ה׳ · Isaiah 66:2
  2. 2
    עיניך יונים · Song of Songs 1:15
  3. 3
    וכריעות והשתחויות · ראה לקמן מה, ג. ובלקו״ת שה״ש מה, ג.

14והנה בבחינה זו של המשכת המקיף כתיב לא הביט און ביעקב שבבחינת פנימיות כתיב בוחן לבות וכליות

Was nun diese Ebene betrifft – das Herabziehen des umfassenden Lichts –, so steht geschrieben: „Er hat in Yaakov kein Unrecht erblickt“; denn hinsichtlich der inneren Ebene steht geschrieben: „Er prüft Herzen und Nieren“,

Erklärung

Der Maamar schließt mit einer tröstlichen Folgerung. Das durch das Gebet herabgezogene umfassende Licht wird nicht am geistigen Zustand eines Menschen gemessen: Von ihm sagte Bilaam: „Er hat in Yaakov kein Unrecht erblickt.“ Das innere Licht hingegen steht unter der Prüfung G‑ttes, der „Herzen und Nieren prüft“.

דהיינו להבחין התשוקה המורגשת אם הוא מקרב איש ולב עמוק באמת לאמתו משא״כ בבחינת מקיף לא הביט און וגו׳ רק ה׳ אלהיו עמו שנמשך מאליו תמיד:

das heißt, die empfundene Sehnsucht daraufhin zu prüfen, ob sie in vollkommener Wahrheit „aus dem Inneren eines Menschen und einem tiefen Herzen“ stammt; auf der Ebene des Umfassenden jedoch gilt: „Er hat kein Unrecht erblickt“ usw., sondern nur: „Havayah, sein G‑tt, ist mit ihm“ – und dies wird stets von selbst herabgezogen.

Erklärung

Die innere Offenbarung hängt davon ab, ob die Sehnsucht echt ist und aus den Tiefen des Herzens kommt. Das umfassende Licht prüft keine Mängel: „Havayah, sein G‑tt, ist mit ihm“; es wird von selbst herabgezogen und bleibt stets.

Absatz 14 in Kürze

Der abschließende Absatz stellt die beiden Lichter einander gegenüber: Das innere Licht, das im Herzen empfangen wird, hängt von der Aufrichtigkeit der Gefühle eines Menschen ab, während das durch die Selbstaufhebung (Bittul) des Gebets herabgezogene umfassende Licht unabhängig von Fehlern stets gegenwärtig ist.

Vertiefung

In der Mitschrift des Mitteler Rebbe zu diesem Maamar (Sefer HaMaamarim 5565) lautet der angeführte Vers: „G‑tt prüft die Herzen“ (Sprüche 17:3).

Marei Mekomos

  1. 1
    לא הביט און ביעקב · Numbers 23:21
  2. 2
    בוחן לבות וכליות · Psalms 7:10

Den Maamar abgeschlossen?

Markieren Sie ihn als gelernt; er zählt zum Siyum dieser Woche und des Jahres.

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In der eigenen Avodah

Betrachte im Gebet, dass alles, was die Welten erfüllt, nur ein Schimmer G‑ttes ist, bis sich das Herz nach G‑tt selbst sehnt; trage diese Liebe in den Alltag, indem du die Gefühle mit dem Verständnis verbindest, damit sie nach dem Gebet nicht verblasst; gib Wohltätigkeit und erfülle die praktischen mitzvos, die selbst die niedrigsten Kräfte erheben; und bete in Selbstaufhebung, denn das umfassende Licht, das dadurch herabgezogen wird, hängt nicht von der eigenen Stufe ab.

Fragen zum Gespräch

  1. Warum sagt der Maamar, dass die Torah von einem Menschen erst „gemacht“ werden muss, wenn sie doch bereits am Sinai gegeben wurde?
  2. Wie führt die Deutung des Shema als shem ayin zur Liebe zu G‑tt selbst und nicht zu Seinen Offenbarungen?
  3. In welchem Sinn ist der „Fuß“ höher als der „Kopf“, und wie gilt dies für Moshe und Israel sowie für die Taten eines jeden Juden?
  4. Warum verblasst die im Gebet geweckte Liebe oft, und wie schlägt der Maamar vor, sie beständig zu machen?
  5. Warum kann das umfassende Licht nur durch Selbstaufhebung im Gebet herabgezogen werden und nicht durch Torah und mitzvos?

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Inhaltsverzeichnis

Torah Ohrתורה אור

Parshas Bereishisבראשית

  1. 1השמים כסאי והארץ הדום רגלי אי…„Die Himmel sind mein Thron und die Erde mein Fußschemel“
  2. 2כי כאשר השמים החדשים והארץ החדשה…„Denn so wie der neue Himmel und die neue Erde“
  3. 3ביאור על הנ״לEine Erklärung des Vorangegangenen
  4. 4להבין הטעם שנשתנה יצירת גוף האדם…Den Grund verstehen, warum der menschliche Körper anders gebildet wurde …
  5. 5ולהבין בתוס׳ ביאור ענין וייצר ה׳…Zur weiteren Erläuterung der Angelegenheit: „Und Havayah Elokim formte …“
  6. 6לא טוב היות האדם לבדו אעשה…Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm gegenübersteht
  7. 7ויאמר ה׳ אלקים הן האדם היה…„Und Havayah Elokim sprach: Siehe, der Mensch ist wie einer von uns geworden“
  8. 8להבין ענין הברכות כי הנה אנשי…„Um die Sache der Segenssprüche zu verstehen“
  9. 9יבל הוא היה אבי יושב אהל…„Yaval – er war der Vater derer, die in Zelten wohnen“
  10. 10צאינה וראינה וגו׳Geht hinaus und schaut
  11. 11בעטרה שעטרה לו אמו כי מצות…„Mit der Krone, mit der seine Mutter ihn gekrönt hat“